Menü
Home
About me
Pictures
Contact
Links
Impressum
Medizin und Mission ist ein Zwilling, den ich mir nicht mehr separat vorstellen kann
Sunday, 09 November 2008
Fakten, die zum Nachdenken anregen:

Mutter/Kind-Gesundheit international:

  • Seit 1950 sind mehr Kinder an Durchfallerkrankungen gestorben als Zivilisten und Militarepersonal in allen Weltkriegen des letzten Jahrhunderts zusammen ! Das sind mehr als 150 Mio. Kinder insgesamt oder 3 Mio. Kinder/Jahr !
  • 40 Mio Kinder werden bei erreichen des Jahres 2010 an den Folgen von AIDS gestorben sein.
  • Bei einem schwer mangelernaehrten Kind ver-elf-facht sich das Risiko bei Krankheit zu sterben. In Entwicklungslaendern sind 1/3 aller Kinder unter 5 Jahren schwer mangelernaehrt.
  • Ueber 500.000 Frauen sterben jaehrlich weltweit waehrend Schwangerschaft, Entbindung und Abtreibung. 99% von denen leben in Entwicklungslaendern.
  • 17.000 Frauen sterben taeglich aufgrund von Schwangerschaftskomplikationen.
  • 1/4 aller Frauen leiden unter Langzeitschaeden aufgrund Erkrankungen und Komplikationen in Schwangerschaft und Entbindung, die in der Mehrzahl vermeidbar gewesen waeren.

Diese Woche haben wir in der DRS viel ueber internationale Gesundheit gelernt. Die oben genannten Punkte sind nur ein winziger Ausschnitt von den Inhalten der letzten Woche (u.a. Parasitologie, der Entwicklungshelfer und dessed Moeglichkeiten, Ursache und Folge von Krankheit bedingt durch Armut und mangelnder Schulung). Morgen bricht bereits die 6. Woche an und ich kann gar nicht alles aufzaehlen, was mich beruehrt, fasziniert und auch schockiert hat. Den letzten Monat seit Schulbeginn Anfang Oktober habe ich sehr genossen ! Das Schoenste ist eigentlich, dass ich immer wieder ueberrascht bin wie Gott mich ein Stueck naeher zu sich bringt. Neben allen medizinischen Lektionen und wertvollem input unserer Lehrer und Gastredner, Aerzten und Theologen, die allesamt jahrzehntelange Erfahrungen in Mission und/oder Medizin haben, lerne ich auch so viel ueber das Leben als Christ und Nachfolger Jesus. Ich muss sagen, es begeistert mich nach wie vor, immer wieder neu gerade weil der naechste Schritt immer neue Herausforderungen mit sich bringt. Medizin und Mission ist ein Zwilling, den ich mir nicht mehr separat vorstellen kann.

Lieben wir unserern Naechsten oder tolerieren wir ihn nur ?

Hier auf dem base, wo in diesem Quartal mehrere Hundert Studenten und Mitarbeiter zusammen wohnen, essen und lernen, kann es oft zur Hearusforderung werden den Schlaf zu bekommen, den man braucht. Mit anderen nicht zur auszukommen, aber sie zu lieben, sie zuvorkommend zu behandeln und es ihnen leicht zu machen uns zurueck zu lieben... wie oft ist es uns doch egal und wir sehen ganz schnell nur noch unseren eigenen Terminplan, die "To-Do-Liste", die wir doch selbst kaum bewaeltigen koennen. Ich muss immer wieder lernen mein Recht auf zu geben Rechte zu haben. Meine Zeit gehoert sowieso nicht mir. Ploetzlich loest sich der Knoten, wenn ich das Ruder aus der Hand gebe und dem vertraue, der meine Zeit in der Hand hat: Jesus. Ich lerne wieder ganz intensiv Prioritaeten zu setzen, was es heisst den Anderen zu lieben, den ich gar nicht mag, weil er anders ist oder mein vermeintliches Recht auf Ruhe am fruehen Morgen oder in der Nacht nicht achtet...

Auch wenn wir nach Aussen gefasst und liebevoll wirken, was geht wirklich in unserem Kopf vor ? Sind wir nur weise geworden nicht auszusprechen, was wir denken oder koennen wir wirklich sagen, dass wir liebevolle Gedanken ueber unser Gegenueber haben ? Es ist vielleicht logisch und einleuchtend, aber es geht doch um das, was in unserem Herzen abgeht (und darum, mit was wir unser Herz und Hirn "fuettern"). Ich habe das Gefuehl, dass meine Zeit hier noch intensiver wird als erwartet und ich immer wieder einen tieferen Level in der Beziehung zu Jesus und meinem "Naechsten" entdecken darf. Egal, wo wir sind auf der Welt, wir koennen immer lieben und ueben zu lieben. Vielleicht diese Woche ganz speziell Menschen, die uns hierin herausfordern. Wenn immer mir jemand hier auf die Nerven geht, versuche ich kurz anzuhalten (es klappt nicht immer) und frage Jesus, ob ich diesen Menschen mit seinen Augen sehen darf. Wow, Ueberraschung, es ist ein wundervoller, geliebter Mensch, der vor mir steht !!!

 

Jemanden zu lieben kann genauso lebensrettend sein wie sauberes Wasser in einem Dorf in Uganda. Z.B. wuerde Haendewaschen nach Toilettengaengen, vor dem Essen und dessen Zubereitung 1 Mio. Kinder pro Jahr vor einem fruehen Tod retten,... Ich haette euch viel ueber Inhalte der Kurse, das Wetter oder so schreiben koennen.... Heute geht's mal etwas tiefer.

 

Last Updated ( Sunday, 09 November 2008 )
 
< Prev   Next >
Rundbriefe